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Rating als Chance für Ihre Unternehmen

(Stand 1.1.2012)

Rating kann man definieren als ein standardisiertes Verfahren zur Einschätzung der Fähigkeit eines Unternehmens seinen derzeitigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich und vollständig nachzukommen. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben müssen Banken sog. Ratingverfahren bei der Kreditvergabe anwenden. Die angewandten Verfahren berücksichtigen u.a. quantitative und qualitative Aspekte.

Bei der Vorlage des Jahresabschlusses bei Ihrer Hausbank ist zu beachten, dass für das Rating künftig grundsätzlich nur noch  Jahresabschlüsse mit Plausibilitätsprüfung akzeptiert werden. Dies gilt unabhängig von der Größe und Rechtsform Ihres Unternehmens. Jahresabschlüsse ohne Plausibilitätsprüfung führen zu einer Herabstufung in der Ratingbeurteilung. 

Während aber der Jahresabschluss und die daraus abgeleiteten quantitativen Informationen (z.B. Ertrags-, Finanz- und Liquiditätskennzahlen) lediglich eine Vergangenheitsbetrachtung darstellen und somit nur eingeschränkt zur Beurteilung der künftigen Kreditwürdigkeit herangezogen werden können, sind es gerade die qualitativen Faktoren, die zu einer Verbesserung der strategischen Unternehmensführung und damit zu einer Verstärkung der betrieblichen Erfolgspotentiale beitragen. Dies führt mittelfristig zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes und damit wiederum zu einer Verbesserung der betrieblichen Finanzstruktur.

Es wird künftig somit nicht nur darauf ankommen, den Jahresabschluss und die daraus ableitbaren Kennzahlen gegenüber der Bank richtig zu „präsentieren“, sondern auch darauf, die Zukunftsfähigkeit“ des Unternehmens aufzuzeigen.

So sollten Sie für Ihr Unternehmen insbesondere

  • Umsatz- und Rentabilitätsziele planen (Sollwerte) und diese
    den sich aus der Buchhaltung ergebenden Istzahlen gegenüber stellen (Soll-Ist-Vergleich);
  • Investitions- und Finanzpläne erstellen und kontinuierlich fortführen;
  • Ihr internes Rechnungswesen (Belegorganisation, Mahnwesen) und Kontrollsystem (Kalkulation- und Kostenrechnungssystem aktualisieren;
  • die Möglichkeit der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems (evtl. mit Zertifizierung) überprüfen;
  • ein aktuelles Schwäche-/Stärke-Profil sowie ein Krisenfrüherkennungssystem entwickeln;
  • Ihre Geschäftsstrategie permanent fortentwickeln;
  • Ihre Unternehmensorganisation überprüfen;
  • Personalqualifizierungs-, -motivations- und –entwicklungspläne erstellen, um qualifizierte Mitarbeiter an Ihr Unternehmen zu binden sowie insb.
  • rechtzeitige Entscheidungen hinsichtlich Vertreter- und Nachfolgeregelungen treffen und dokumentieren.

Für das Rating ist die Klärung dieser qualitativen Fragen unumgänglich. Die frühzeitige Auseinandersetzung mit den Themen führt dazu, dass Sie Ihr Unternehmen selbst besser kennen lernen und sich damit die Chance eröffnen, frühzeitig auf veränderte Marktentwicklungen adäquat reagieren zu können. Damit sichern Sie den Erhalt und erfolgreichen Fortbestand Ihres Unternehmens, Sie verbessern Ihre Verhandlungsposition gegenüber den Banken und damit Ihre Kreditfähig- und -würdigkeit. Die Bewertung im Ratingverfahren wird sich verbessern.

Im Ergebnis werden sich hierdurch auch finanzielle Vorteile für Sie ergeben, denn künftig wird sich die Beurteilung aufgrund des vorgenommenen Rating unmittelbar auf den Zinssatz auswirken. Die Praxis zeigt, dass bei Firmen, die sich bereits heute einem Rating unterzogen haben und positiv bewertet wurden, der zunächst investierte Zeit- und finanziellen Aufwand sich rasch durch die deutlich verbesserte Kreditgewährung und niedrigeren Zinsaufwand amortisiert hat.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Vorbereitung bzw Durchführung des Bankenrating.

 

Eingestellt am: 01.01.2012